top of page

Ellis Marsalis

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Bandleader, geboren am 14. November 1934 in New Orleans, Louisiana. Er lernte Klarinette und spielte in einer High School-Band. Zum Klavier wechselte er erst nach einem Studium der Musikerziehung an der Dillard University, das er 1955 abschloss.



Er arbeitete mit Ed Blackwell und Alvin Batiste zusammen, 1956 auch eine Weile mit Ornette Coleman. "Monkey Puzzle - Ellis Marsalis Quartet At The Music Haven" (A.F.O., 1963) war eine Aufnahme mit Nat Perrilliat (ts), Marshall Smith (b) und James Black (dm).

 

Die Aufnahmen waren später Teil des 4-LP-Sets "New Orleans Heritage - Jazz: 1956-1966" (Opus 43, 1976) mit Alben von The American Jazz Quintet und der AFO Executives. Von 1967 bis 1975 war er Dozent für afroamerikanische Musik und Improvisation an der Xavier University of Louisiana in New Orleans.

 

Danach war er Direktor des New Orleans Center For The Creative Arts. Als Musiker arbeitete er im Lauf seiner Karriere mit Nat Adderley, Courtney Pine, Snooks Eaglin, der Rebirth Brass Band und der Heritage Hall Jazz Band, Marcus Roberts, Preservation Hall Jazz Band, Harry Connick, Jr., Kermit Ruffins, Jimmy Cobb, Irma Thomas und anderen.

 

Er ist Vater des Trompeters Wynton Marsalis, des Saxophonisten Branford Marsalis, des Posaunisten Delfeayo Marsalis sowie des Schlagzeugers und Vibraphonisten Jason Marsalis. Ellis wurde von seinen Söhnen für mehrere Aufnahmesessions beigezogen.

 

"Fathers & Sons" (Columbia, 1982) war eine Aufnahme, die Ellis Marsalis mit Wynton (tp) und Branford Marsalis (ts) sowie mit Charles Fambrough (b) und James Black (dm) zeigt. Die B-Seite der LP bestritten Von Freeman (ts), dessen Sohn Chico Freeman (ts) sowie Kenny Barron (p), Cecil McBee (b) und Jack DeJohnette (dm).

 

"Marsalis Family - A Jazz Celebration" (Marsalis und Rounder, 2002) hiess ein Familientreffen mit Branford Marsalis (as), Wynton Marsalis (tp), Delfeayo Marsalis (tb), Ellis Marsalis (p) und Jason Marsalis (dm), begleitet von Roland Guerin (b) sowie den Gästen Harry Connick, Jr. (p) und Lucien Barbarin (tb). Eine entsprechende DVD folgte im Jahr darauf. 

 

"Music Redeems" (Marsalis Music, 2010) war ein weiteres Familientreffen von Ellis, Branford, Wynton, Ellis Marsalis III (spoken word), Delfeayo Marsalis und Jason Marsalis mit Eric Revis (b) sowie den Gästen Harry Connick, Jr. (p) und Herlin Riley (dm).

 

Ellis war auch Lehrer einiger bekannter Jazzmusiker aus der Neobop-Generation seiner Söhne, nämlich von Nicholas Payton, Donald Harrison, Terence Blanchard und anderen.

 

"Solo Piano Reflections" (Elm, 1978) war seine erste Soloaufnahme, gefolgt später von "Piano in E/Solo Piano" (Rounder, 1991), "Duke In Blue" (Columbia, 1999) und "Ruminations In New York" (ESP, 2005). "Recorded Live At The 2017 New Orleans Jazz & Heritage Festival" (MunckMix, 2017) enthielt einen späten Soloauftritt.

 

"Syndrome" (Elm, 1985) war eine Trioaufnahme mit Bill Huntington (b) und James Black (dm) sowie mit Kent Jordan (div fl, picc) als Gast. Mit Eddie Harris (ts) entstand "Homecoming" (Spindletop, 1985). Eine spätere CD-Version (Elm, 2009) enthielt weiteres Material mit anderen Musikern.

 

David "Fathead" Newman (as), Ellis Marsalis (p) und Cornell Dupree (g) agierten auf "Return To The Wide Open Spaces" (Amazing, 1990) als Co-Leader. Dazu kamen mehrere weitere Musiker.  Auf "A Night At Snug Harbor, New Orleans" (Somethin' Else, 1990) war Ellis Marsalis der Leader sowie neben anderen Rick Margitza (ts), Donald Harrison (ts), Nicholas Payton (tp) und/oder Art Blakey (dm) seine Sidemen.

 

Mit Michael Caine (narr) und Yo-Yo Ma (cello) nahm er die Kinder-CD "King Midas And The Golden Touch" (Rabbit Ears, 1991) auf. Die Musik hatte Marsalis komponiert. Die Geschichte stammte von Eric Metaxas. Auf "Ellis Marsalis Trio" (Blue Note, 1990) wurde er von Robert Hurst (b) und Jeff "Tain" Watts (dm) begleitet.

 

Auch "Heart Of Gold" (Columbia, 1992) war eine Trioaufnahme und zwar mit Ray Brown (b) und Billy Higgins (dm) bzw. mit Reginald Veal (b) und Herlin Riley (dm). Auf "Whistle Stop" (Columbia, 1994) agierten erneut Robert Hurst (b) und Jeff "Tain" Watts (dm) in den meisten Tracks als Begleiter.

 

Dazu kamen Branford (ss, ts) und teilweise Jason Marsalis (dm). "Joe Cool's Blues" (Columbia, 1995) zeigt Ellis und Wynton Marsalis je mit ihren eigenen Formationen in Themen, die aus der TV-Serie "Peanuts" stammen. Ellis war im Trio mit Reginald Veal (b) und Martin Butler (dm) zu hören.

 

"Loved Ones" (Columbia, 1996) enthielten Solotracks sowie Duoaufnahmen mit seinem Sohn Branford Marsalis (as).  Auf "Twelve's It" (Columbia, 1998) mit Huntington oder Roland Guerin (b) war Jason Marsalis der Drummer.

 

"UAB SuperJazz, Featuring Ellis Marsalis" (2001) zeigt Ellis Marsalis mit der SuperJazz Big Band, früher UAB SuperJazz, in einer Liveaufnahme.  Auf "Afternoon Session August 17th 1968 Sparks Nevada" (2003) ist Ellis Marsalis in Begleitung von Jim Haden (b) und Lee Charlton (dm) mit John Peirce (as) und Chuck Foster (tp) zu hören.

 

"An Open Letter To Thelonious" (Elm, 2008) war eine Aufnahme mit Derek Douget (ts, ss), Jason Stewart (b) und Jason Marsalis (dm). Auf "A New Orleans Christmas Carol" (Elm, 2011) spielte Marsalis mit Bill Huntington oder Peter Harris (b), Jason Marsalis (dm, vibes, perc), Roman Skakun (vibes) sowie Cynthia Liggins Thomas oder Johnaye Kendrick (vcl).

 

"Pure Pleasure For The Piano" (Verve, 2012) nannte sich eine Duoaufnahme mit dem Pianisten Makoto Ozone. Branford Marsalis (as) machte daraus in einem Stück ein Trio. "On The First Occasion" (Elm, 2013) mit Aufnahmen von 1998 war eine Trio-CD mit Bill Huntigton (b) und Jason Marsalis (dm) als Begleiter.

 

"An 80th Birthday Celebration!" (Elm und Nu Jazz, 2018 zeigt Ellis mit Derek Douget (ts, ss), Jason Stewart (b) und Herlin Riley (dm) bei einem Konzert im "Dizzy's Club Coca-Cola" in New York City. Für das Geburtstagsständchen "Happy Birthday" traten Wynton Marsalis und verschiedene Musiker dessen Jazz At Lincoln Center Orchestras auf die Bühne.

 

Unter dem Gruppennamen The Ellis Marsalis Quintet versammelte Ellis (p, e-p) für "Plays The Music Of Ellis Marsalis" (Elm, 2018) Derek Douget oder Ralph Johnson (ts), Ashlin Parker oder John Brunious (tp), Jason Stewart (b) oder Reginald Johnson (e-b) sowie James Black oder Stephen Gordon (dm).

 

Mit Sohn Jason (vibes, perc) nahm er die Duo-LP "For All We Know" (Newvelle, 2020) auf. In einem Track war Ellis' Enkelin Marley Marsalis (p, perc) zu hören. Ellis Marsalis starb am 1. April 2020 85-jährig in New Orleans, Louisiana.                                                            04/25

 

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page