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Wynton Marsalis

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Trompeter, Komponist und Bandleader, geboren am 18. Oktober 1961 in New Orleans, Louisiana. Er ist der Sohn des Pianisten Ellis Marsalis und der Bruder des Saxophonisten Branford Marsalis, des Posaunisten Delfeayo Marsalis und des Schlagzeugers bzw. Vibraphonisten Jason Marsalis.



Er wurde nach dem Jazz-Pianisten Wynton Kelly benannt. Als sein Vater mit den Trompetern Al Hirt, Miles Davis und Clark Terry an einem Tisch zusammensass, versprach er, dass aus Wynton einmal ein Trompeter wird. Al Hirt schenkte dem damals Sechsjährigen eine Trompete. Wynton begann aber erst im Alter von 12 Jahren Trompete zu spielen.

 

Er studierte am New Orleans Center For Creative Arts klassische Musik und Jazz und liess sich auch von seinem Vater unterrichten. Er spielte in Marching- und Funk-Bands und war damals der einzige Schwarze im New Orleans Civic Orchestra.

 

14-Jährig gewann er einen Wettbewerb und konnte danach als Solist in Joseph Haydns Trompetenkonzert mit The New Orleans Philharmonic auftreten. Zwei Jahre danach trat er mit Bachs Brandenburg Concerto No. 2 auf. 17-jährig war er der jüngste Absolvent des Tanglewood Music Centers. 1979 begann er an der Juilliard School in New York City zu studieren.

 

1980 tourte er mit einem Ensemble um Art Blakey durch Europa und wurde danach Mitglied von Art Blakey & The Jazz Messengers. Mit Blakey kam er auch zu ersten Aufnahmen, 1982 tourte er mit Herbie Hancock durch Japan. Ab dem selben Jahr stand er während längerer Zeit bei "Columbia Records" unter Vertrag und durfte fortan viele Aufnahmen unter seinem eigenen Namen einspielen.

 

Für "Wynton Marsalis" (1982) konnte er auf Branford Marsalis (ts, ss), Herbie Hancock oder Kenny Kirkland (p), Ron Carter, Charles Fambrough oder Clarence Seay (b) sowie Tony Williams oder Jeff "Tain" Watts (dm) zurückgreifen. Das Album schaffte es auf Platz 165 der Billboard 200.

 

Dort verpasste der Zweitling "Think Of One" (1983) mit Platz 102 knapp den Einzug in die erste Hälfte. Am Werk waren neben dem Leader Branford Marsalis (ss, ts), Kenny Kirkland (p), Phil Bowler oder Ray Drummond (b) sowie Jeff "Tain" Watts (dm).

 

Das Album stand wie das dritte Album "Hot House Flowers" (1984) an der Spitze der US-Jazz-Charts. Zudem war "Hot House Flowers mit Platz 90 das bestplatzierte Album von Wynton Marsalis in den Billboard 200. Eingespielt wurde es mit Hilfe von neun Musikern sowie mit einem Streicherensemble.

 

"Black Codes (From the Underground)" (1985) entstand in Quintettstärke, "J Mood" (1986) im Quartett, beide mit den üblichen prominenten Sidemen, auf die Marsalis immer wieder zurückgriff. "Marsalis Standard Time, Vol. I" (1987) machte den Auftrakt zu einer Trilogie, die mit "Standard Time, Vol. 2: Intimacy Calling" (1990) und "Standard Time, Vol. 3: The Resolution of Romance" (1990) vollendet wurde.

 

Volume 1 und 3 waren Quartettaufnahmen mit Marcus Roberts (p), Robert Leslie Hurst III (b) und Jeff "Tain" Watts (dm) bzw. mit Ellis Marsalis (p), Reginald Veal (b) und Herlin Riley (dm). Für Volume 2 hatte Marsalis auf eine grössere Besetzung zurückgegriffen.

 

Zwischen den drei "Standards"-Alben waren "The Majesty of the Blues" (1989) und "Crescent City Christmas Card" (1989) erschienen. Später wurde die "Standard Time"-Reihe mit " Vol. 5: The Midnight Blues" (1998), "Vol. 4: Marsalis Plays Monk" (1999) und "Vol. 6: Mr. Jelly Lord" (1999) fortgesetzt.

 

Eine weitere Trilogie wurde von "Thick in the South: Soul Gestures in Southern Blue, Vol. 1", "Uptown Ruler: Soul Gestures in Southern Blue, Vol. 2" und "Levee Low Moan: Soul Gestures in Southern Blue, Vol. 3" (alle 1991) gebildet. Es handelte sich um Quintett- oder Sextetteinspielungen. "Blue Interlude" (1992) war das erste Album, das unter dem Bandnamen Wynton Marsalis Septet erschien.

 

Mitmusiker dieser Gruppe waren Wessel Anderson (as), Todd Williams (ts, ss, cl), Wycliffe Gordon (tb), Marcus Roberts (p), Reginald Veal (b) und Herlin Riley (dm). Vom Septett kamen vier weitere offizielle Alben sowie einiges an Promo-Material in Form von Livemitschnitten heraus.

 

"Portraits By Ellington" (1992) hiess die erste von mehren Aufnahmen des von Marsalis während Jahren geleiteten Jazz at Lincoln Center Orchestras. Wynton Marsalis veröffentlichte bis 2000 einige weitere Aufnahmen unter seinem Namen bei "Columbia".

 

Danach kamen die nächsten Aufnahmen unter einem Namen bei Labels wie "Blue Note", "Palmetto", "Blue Engine" heraus. Ab 1983 waren bei "CBS Masterworks" und später bei "Sony Classical" mehr als ein Dutzend Alben auf den Markt gekommen, die Wynton Marsalis als Solisten von klassischen Trompeten-Konzerten zeigten (siehe Wynton Marsalis als Interpret klassischer Musik).

 

Andere Alben zeigten Marsalis im Duo mit seinem Vater Ellis Marsalis, mit The Marsalis Family, Willie Nelson, Eric Clapton und anderen. Das Oeuvre von Wynton Marsalis beläuft sich auf über 120 Alben. Unter dem Titel "Swinging Into The 21st" (Sony Classical, 2011) wurde auf elf CDs Material oder ganze Alben aus den Bereichen Jazz und Klassik herausgebracht.

 

Wynton Marsalis gewann neun Grammys, davon zwei als Interpret klassischer Musik, einen für ein Spoken Word-Kinderalbum Bei discogs.com hat er über 300 Einträge als Musiker.                                                                     04/25

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